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Moderne, weiße Strandapartments in Fumba Town, Sansibar, ein Projekt von CPS Africa. Meer und Palmen.
16. Oktober 2025

Von Geisterstädten zu grünen Träumen: Einblicke in Sansibars kühnes urbanes Experiment

Eine stille Pandemie breitet sich in Afrika aus: Geisterstädte. Glänzende Wohnsiedlungen, gebaut für die Elite, in Rekordgeschwindigkeit vom Plan verkauft, nur um dann leblos und hohl dazustehen. Kein Licht. Keine Kinder. Keine Gemeinschaft. Nur Profit in Beton gepackt.

Und dann gibt es noch Fumba Town, ein lebendiges Gegenargument zu allem, was man uns über die richtige Entwicklung erzählt hat.

In dieser Folge von „Inside East Africa“ spricht Rajan Nazran mit Sebastian Dietzold, dem Mann, der im Stillen versucht, das Unmögliche zu schaffen: Stadtentwicklung, die gleichzeitig nachhaltig, integrativ und profitabel ist. Wenn das wie eine Fantasie klingt, schnallen Sie sich an, denn sein Team macht es bereits.

Sebastian wurde in Tansania geboren und hatte seine Ausbildung in der europäischen Unternehmenswelt. Er hätte auf Nummer sicher gehen können. Stattdessen kehrte er nach Sansibar zurück und beobachtete die rasante Urbanisierungswelle, die Afrika erfasste – die schnellste in der Menschheitsgeschichte. Er sah darin keine Krise, sondern die Chance, die Regeln neu zu definieren.

Denn was nützt Entwicklung, wenn die Menschen nicht darin leben können? Was nützt „grüne Innovation“, wenn Nachhaltigkeit bei einer Pressemitteilung endet?

Während die meisten Bauträger Luxuskäufer jagen, bauten Sebastian und sein Unternehmen CPS Fumba Town auf dem Prinzip des Gleichgewichts. In einem Viertel leben Familien, die 14200 TP200 im Monat zahlen, neben solchen, die 143000 TP200 zahlen. Keine Mauern. Keine Trennung. Ihre Kinder spielen in denselben Straßen. Gleichheit nicht als Slogan, sondern als Architektur.

Während andere von „grün“ sprechen, tauschte Sebastian Beton gegen Holzwerkstoffe, entwarf Häuser, die Regenwasser sammeln und wiederverwenden, und baute eine ganze Baumschule mit einheimischen Pflanzen, einfach weil „die Natur es besser weiß als wir“. Sogar vertikale Flüsse und heftige Regenfälle, die durch den Klimawandel immer stärker werden, berücksichtigte er bei seiner Gebäudeplanung. Wer sonst spricht davon, afrikanischen Wohnraum gegen das Wetter im Jahr 2040 zukunftssicher zu machen?

Und während viele Projekte an der Bürokratie scheitern, floriert Fumba, weil es in Sansibars einzigartigem halbautonomen System eingebettet ist – ein Schlupfloch, das die meisten nie zu nutzen gedachten. Sie sicherten sich einen 99-jährigen Pachtvertrag, errichteten eine Freihandelszone und verwandelten sie in ein echtes Reallabor für nachhaltige afrikanische Urbanisierung.

Warum also schenkt der Rest der Welt dem keine Beachtung?

In diesem Gespräch geht es nicht um „ein weiteres Entwicklungsprojekt“. Es geht darum, die afrikanische urbane Identität neu zu definieren. Es geht darum zu beweisen, dass Nachhaltigkeit nicht zu Preisnachlässen führen muss, dass Gemeinschaft genauso wichtig ist wie Infrastruktur, dass Afrika keine importierten Modelle braucht, sondern neue exportieren kann.

Wenn Sie glauben, dass Afrika Besseres verdient als Betonskelette und gebrochene Versprechen – hören Sie sich diese Folge an. Teilen Sie sie. Senden Sie sie an einen Politiker. Leiten Sie sie an einen Immobilieninvestor weiter. Fordern Sie jemanden, den Sie kennen, dazu auf, größer zu denken.

Dies ist nicht nur eine weitere Entwicklungsgeschichte. Es ist eine Blaupause dafür, wie Afrika anders bauen kann. Dauerhaft. Gemeinsam.

*Haftungsausschluss: Die vom Gast geäußerten Ansichten sind seine eigenen und spiegeln nicht unbedingt die Ansichten unserer Plattform wider. Diese Diskussion dient ausschließlich dem Wissensaustausch und sollte nicht als Empfehlung interpretiert werden.

Produktion Globale indische Serie für das Global Indian Network.

Drehbuch von Rajan Nazran
Ursprüngliche Idee: Rajan Nazran

Einführungsmusik: (https://freesound.org/people/Timbre)

Inside the Conversation – Kapitelleitfaden

  • 01:20 – Warum Sansibar? – Der Elevator Pitch  
  • 04:30 – Die Urbanisierung in Africa als Chance, nicht als Krise  
  • 07:10 – Klimaresilienz und zukunftssicheres Wohnen  
  • 11:00 – Grüne Materialien & Holz-Innovation
  • 14:20 – Kosten vs Nachhaltigkeit – Kann Grün erschwinglich sein?
  • 17:45 – Inklusives städtisches Leben – Harmonie durch gemischte Einkommen
  • 21:30 – Fumba Town als soziales Experiment  
  • 25:00 – Skalierung von 1TP bis 16T – Herausforderungen und Flächenprobleme  
  • 29:30 – Warum CPS unter dem Radar bleibt

Über Sebastian Dietzold

Sebastian Dietzold ist ein visionärer Immobilienunternehmer mit einer Mission: den Aufbau florierender, nachhaltiger urbaner Gemeinschaften in ganz Afrika. Aufgewachsen in Tansania, lebt Sebastian heute mit seiner Frau und drei Kindern in Mbweni, Sansibar. Er verbindet tiefe lokale Wurzeln mit globaler Expertise.

Nach seiner Ausbildung zum Bauingenieur in England und Deutschland spezialisierte er sich auf Immobilieninvestitionen und vertiefte seinen Geschäftssinn bei globalen Giganten wie der Deutschen Bank, PricewaterhouseCoopers und KPMG.

Im Jahr 2012 gründeten er und seine Frau Katrin CPS mit einer kühnen Vision: Sie wollten leistungsfähige Stadtentwicklungen entwerfen und umsetzen, die den Menschen Auftrieb geben, die Umwelt schützen und das Leben in der Stadt neu definieren.

Sebastian ist im Herzen ein Stratege und aus Instinkt ein Verkäufer. Er ist dafür bekannt, Ideen in die Tat umzusetzen, inspirierende Räume zu schaffen, in denen Innovation auf Wirkung trifft und Gemeinschaften nicht nur wachsen, sondern gedeihen.

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